• Asbestbekämpfung

Eher zufällig wurde der rechtswidrige Aufbau des Mastes auf asbesthaltigem Material entdeckt. Die BI hat das überall angezeigt.  

Das „Märchen“ vom Asbestdach

Es war einmal... Es war einmal ein Mobilfunkmast, der stand auf dem Dach des Raiffeisengebäudes in Flomborn. Kein Bürger war vorher gefragt worden. – Aber ein aufmerksames Mitglied der Bürgerinitiative gegen diesen Mast bemerkte: Der Mast steht doch auf einem Asbestdach.

Schnell informierte die BI alle möglichen Stellen. Doch es wurde abgewiegelt. Alles sei rechtens. Weil die BI nachhakte, mussten die Behörden irgendwann zugeben: Ein Mobilfunkmast darf nicht auf asbesthaltigem Material stehen. Der Aufbau in Flomborn sei „nicht rechtskonform“. – Im Klartext: Illegal.

Nun dachte die BI, ein illegaler Mast muss abgeschaltet werden, abgebaut – und dann werden die Bürger endlich gefragt, ob sie einen Strahlen-Mast vor ihren Schlafzimmern haben wollen. – Weit gefehlt.

Die Standortgenehmigung blieb bestehen. „Baurechtliche Mängel“ seien kein „Versagungsgrund.“ Wieder ins Deutsche übersetzt: Das Ding steht da zwar illegal, aber die Genehmigung bleibt. – Es wurde nur angeordnet, dass der „nicht rechtskonforme“ Zustand beendet wird. Das heißt, der Asbestuntergrund musste entfernt werden – und der Mast durfte bis dahin weiter fleißig strahlen.

Die Betreiber ließen sich viel Zeit. Das alles hatte keine Konsequenzen für sie. Raiffeisen und die Betreiberfirma O2 kamen völlig ungestraft davon, obwohl die BI Strafanzeige stellte. Aber die Ermittlungen ergaben: Die Großen, die das Geld mit dem Strahlenmast verdienen, bleiben ungeschoren. Nur der kleine Handwerker, der den Mast angebracht hat, muss zahlen. Eine Geldbuße. Mehr nicht.

Die Moral von der Geschichte: Glaube keinen Behörden, es sei alles okay, wenn Du merkst, dass vieles nicht okay ist. Und glaube bloß nicht, die Verursacher von „nicht rechtskonformen“ Zuständen hätten Konsequenzen zu fürchten. Wenn du willst, dass sich etwas ändert, dann musst Du schon selbst etwas tun.